Ausstellung

Restaurant Brennerhof
D-78194 Immendingen

Tel +49 7462 / 945 99 94 
Ausstellung in kunstvoller Umgebung

Neben der großzügigen Malerei im und am Brennerhof in Immendingen bieten wir von Zeit zu Zeit Sonderaus- stellungen zu den verschiedensten Themengebieten.

Auch für Maler und Künstler stellen wir unsere Räume gerne bereit, fragen Sie einfach an !

aktuelle Ausstellungen im Brennerhof

Hans Hauser - Muckefuck und Brennete

In meiner frühen Jugend hatte mich die Fotografie immer stark beeindruckt und entwickelte sich nach und nach zu meinem Hobby. Für meine späteren technischen Berufe waren diese Erfahrungen von großem Vorteil. Bis heute habe ich dadurch fast alle Arten der Fotografie miterleben können. Im Laufe der Zeit hat sich dabei viel verändert, mehrmals die Techniken, aber auch meine Bildauffassungen. "Mit der Kamera sollst du ein möglichst exaktes Abbild von deiner Umgebung schaffen".
Mit diesen Überlegungen zur Fotografie als rein technischen Vorgang war ich aber nach einer gewissen Zeit unzufrieden. Bald wollte ich mehr zeigen und zwar so, dass sich der Betrachter mit den Aufnahmen näher befasst. Es entwickelte sich meine experimentelle Fotografie. Diese Art der Fotografie ist für mich inzwischen als künstlerisches Medium zur Leidenschaft geworden. Wie früher schon von der Malerei inspiriert, benutze ich für meine Fotoarbeiten nicht nur die Kamera, sondern noch den Computer um die Bildaussage zu optimieren.
Am Computer kann ich wie ein Maler experimentieren und das darstellen, was ich fühle oder gerne zeigen möchte. Erst so werden meine Ideen sichtbar. Die Ergebnisse sind auf den ersten Blick zwar etwas irritierend. Sie sollen aber zum Nachdenken, zum genauen Hinschauen, gar zum Schmunzeln anregen, vieleicht gelingt das auch erst auf den zweiten Blick. Manchmal werde ich gefragt, wie ich zu den, zum Teil ausgefallenen Ideen komme. Diese Bilder entstehen meistens zuerst im Kopf und sind das Ergebnis vom Hinterfragen der Wirklichkeit, oder von Gedanken wie etwas auch anders aussehen könnte. Dabei entwickeln sich immer wieder neue Ideen, die lange Zeit nur als Notizen und Skizzen vorhanden sind. Oft bin ich mit diesen Ideen viele Jahre, gar Jahrzehnte beschäftigt.
So können sich aus einzelnen Fotoprojekten ganze Bild-Serien entstehen. Es ist mein Ziel, diese dann auch immer wieder mit neuen Foto-Techniken darzustellen, um eingefahrene Sehweisen zu verlassen und damit das Interesse des Betrachters aufs Neue zu wecken. Geblieben ist die Neugierde auf die ständigen Weiterentwicklungen dieses faszinierenden Mediums, denn meine besondere Vorliebe ist die experimentelle Fotografie und das Erarbeiten von immer neuen komplexen Bildthemen. So entstehen auch immer wieder Ideen für neue Ausstellungs-Themen:
"Muckefuck und Brennete" ist eins meiner liebsten Fotothemen über viele Jahre. Diese Serie ist auch der Hauptteil dieser Ausstellung im "Brennerhof". Im Freilichtmuseum Neuhausen ist zum Ende jeder Saison ein Tag der „Rauen Kost“. Hier entstand die Idee, daraus eine Foto-Serie mit dem Thema „Muckefuck und Brennete“ zum Teil mit Rezepten mit alten Schriften zu gestalten. Dazu habe ich viele alte Hausrezepte fotografisch, zum Teil witzig dargestellt. Um dem Vergessen entgegen zu wirken, habe ich versucht, diese Erinnerungen in meiner Sehweise fotografisch darzustellen. Betrachten Sie diese Bilder mit Spaß, ohne Ironie auf gute oder schlechte Zeiten, so war es halt.
Es ist meine Erinnerung um ca. 60 Jahre zurück, wo man mit Wenigem zufrieden war, oder sein musste. So gab es Früher meistens recht einfaches Essen. Ausnahmen waren selten, wenn z.B. die Base zu einem (Hochzeits) „Mahl“ geladen war und man mit durfte, wenn die Geschwister getauft wurden, oder Weisser Sonntag in der Familie war. Auch dann, wenn einmal im Jahr „Gmetzget“ wurde, dann gab es für ein paar Wochen öfters Fleisch. Das Eingemachte und die Wurst musste aber bis in den „Heuet“ reichen.
Sonst gab es Morgens meistens ein „Gsälz-Brot“ oder nur dünn mit Margarine drauf. Mittags gab es mal Sauerkraut mit Herdäpfel-Brei, mal Bayrisch-Kraut, mal Linsen mit Spätzle und wenn’s hoch kam, mal einen Schibling dazu, oft auch nur Reste vom Vortag. Manchmal davor noch eine „Brennete“ oder seltener „Brotsuppe“.
Abwechslung bestand z.B. aus „Ochsen-Augen“ mit Spinat, auch Pfannkuchen, Waffeln oder Grießmus. Dazu eingedünstete Beeren oder Zwetschgen aus dem Garten. Für den Durst zwischendurch war „Hahne-Wasser“ ganz normal. Im Sommer durfte man im Garten gezuckerten Rhabarber, „Schefen“ oder „Bräschtlinge“ naschen, bis es später die ersten Klaräpfel, Heu- und Wasserbirnen, Zibarten und Zwetschgen in größeren Mengen gab.
Das Abendessen in der Kindheit war fast immer gleich, „Gsottene Herdäpfel“ und „Gschtandene Milch“ oder „Habermuß“, meistens aber nur Brot zum „Dunken“ in „Muckefuck“ oder gekochter Milch.
Ausgestellt ist unter anderen ein Bild der schwäbischen Spezialität "Bubespitzle" kompiniert mit einem Ausschnitt aus dem Deckengemäldes der Kirche in Seitingen-Oberflacht. Im Original zeigen die (männlichen) Putten-Engel allerdings eine andere Botschaft. Man möge es mir verzeihen, Essen und Kirche zusammen zubringen.
Hinter vielen Bildern steht auch eine längere Geschichte wie beim Motiv "Ochsenauge": Für diese Darstellung konnte ich ein früheres Bild aus meinem Archiv verwenden. Bei der Aufnahme war es mir ziemlich unwohl, denn der Ochse hinter dem Zaun war nach vier Belichtungen schon sehr aufgeregt. Die gezeigte Aufnahme war das letzte Bild, denn ich glaubte, dass dem Tier die 40 Volt hinter dem Zaun ziemlich egal waren. Diese künstlerische Art der Fotografie macht mir sehr viel Spaß, was mir noch viel Freude bei der Realisierung von weiteren Projekten als kreative Freizeitbeschäftigung bietet. Foto: Hans Hauser

(Hans Hauser)

  

Alfons Kalter stellt im Brennerhof aus

Im Brennerhof in Immendingen sind derzeit Holzschnitte und Drucke des Tuttlinger Künstlers Alfons Kalter ausgestellt. Die Ausstellung unter dem Titel „Holzwerk II“ ist eine Fortsetzung seiner Ausstellung „Holzwerk“, die vor zwei Jahren in Tuttlingen stattgefunden hat. Kalter ist nicht zum ersten Mal im Brennerhof, vor fünf Jahren stellte er dort schon einmal Bilder aus.
Drucke mit Kiefernrinde Bei den Werken der Ausstellung geht es um das Thema Holz. Der Künstler zeigt Holzschnitte, in denen teilweise halbkonkrete, teils abstrakte Motive verarbeitet wurden. Eine Besonderheit sind auch eine Serie von Drucken mit Kiefernrinde, die noch in spezieller Mischtechnik weiterverarbeitet wurden. Foto: Paul Haug

(Gränzbote)

  

Fotoausstellung im „Brennerhof“

Der Tuttlinger Alexander Frick hat am Donnerstagabend seine erste Fotoausstellung im Immendinger „Brennerhof“ eröffnet. Der Vernissage wohnten rund 50 Gäste bei, darunter auch ein Model, das er immer wieder für seine Fotografien bucht. „Alexander Frick verliert nie die Leichtigkeit, wenn es darum geht, ein Bild zu machen“, sagte Günther Hartmann, einer der beiden Laudatoren. Der Fotograf sei ein „Meister darin, ein Bild zu bearbeiten“ - und das mit einem „nervenzerfetzenden Perfektionismus“.

Frick selbst betonte, dass der Fotograf den Moment, den er im Bild festhalte, eigentlich verpasse, während er durch den Sucher blickt. Das Ziel sei es aber, das perfekte Abbild zu schaffen. „Der Fotograf hat den ureigenen Trieb, gegen die Vergänglichkeit anzukämpfen“, sagte Frick. Und Günter Hess, der zweite Laudator, fügte an, dass die Fotografie einen Augenblick zu etwas Ewigem macht. Die Ausstellung von Alexander Frick ist im „Brennerhof“ noch bis zum 30. Juni zu den Öffnungszeiten des Gasthauses zu sehen. Unser Foto zeigt „Brennerhof“-Wirt Klaus Kiefer (links) mit Alexander Frick vor zwei seiner insgesamt elf Bilder, die in der Ausstellung zu sehen sind. (cg) Foto: Christian Gerards

(Gränzbote)

  

Farbenfrohe Malerei ziert die Räume des Brennerhofs

IMMENDINGEN (clst) - Die Wurmlinger Künstlerin Marion Raidt stellt ihre Werke im Brennerhof in Immendingen aus: Bis Ende Dezember können sich Gäste einen Überblick über die Kreativität der Künstlerin machen, die hier hauptsächlich abstrakte Gemälde präsentiert. „Angefangen habe ich mit Stillleben, Portraits, Menschen, mit realistischen Motiven, hauptsächlich in Ölmalerei“, erzählt Raidt. Inzwischen hat sie für sich das freie Malen entdeckt. Ihre Motive und ihre Inspiration holt sie sich aus den unterschiedlichsten Quellen, im Internet, aus Zeitungsausschnitten, in der Natur, im Alltag, bei anderen Ausstellungen.

Diese Anregungen werden dann in kräftigen Farben, „die in Harmonie zueinander stehen“, auf der Leinwand umgesetzt, erklärt die Künstlerin. Dabei bedient sie sich nicht nur der Farben: Zum Einsatz kommen auch Tusche, Bitumen, Wellpappe, Marmormehl, oder Orangennetze, die dann wieder übermalt werden. „Dabei arbeite ich nicht nur mit dem Pinsel“, sagt Marion Raidt. Sie verwendet auch Spachtel und Walzen, um ihre Werke entstehen zu lassen. Die Entscheidung welchen Farbton sie verwendet, fällt meist intuitiv. „Ich setzte mich vor die Farbskala, und wähle drei Farben aus. Dann lege ich mit der Grundierung los, lasse die Farben ineinander verlaufen.“ Bereits als Kind hat Raidt gerne gemalt. Ein Studium an der Kunstakademie blieb ihr jedoch erwehrt, da sie „nur“ den Realschulabschluss gemacht hatte. Den Platz an der Grafikerschule gab sie wieder auf, „weil die konkreten Vorgaben und Formen mich abschreckten und mir bewusst wurde, dass ich frei malen will“, sagt sie. Sie wurde Gymnastiklehrerin und unterrichtete 33 Jahre lang. Später absolvierte sie eine Ausbildung zur Altenpflegerin.

Das Malen begleitete sie aber während der ganzen Zeit. Dabei entwickelt sie einen eigenen, prägnanten Stil. Nun stellt sie einige ausgewählte Bilder in den Räumen des Brennerhofs aus. Gemeinsam mit Brigitte Müllerschön-Mader, der Inhaberin, wurden die Motive ausgesucht. Selbstverständlich liegt auch eine Mappe mit den Werken von Marion Raidt aus, die man kaufen kann.

(Gränzbote)

  


vergangene Ausstellungen im Brennerhof
 

Künstlerin Elke Thimm stellt im „Brennerhof“ aus

IMMENDINGEN - Elke Thimm aus Tuttlingen ist eigentlich Physiotherapeutin. Der „Brennerhof“ von Klaus Kiefer und Brigitte Müllerschön-Mader ist eigentlich in Restaurant. Das hält sie aber nicht davon ab, gemeinsam eine Bilderausstellung zu organisieren. Zehn farbenfrohe Aquarelle und Collagen hängen jetzt für ein paar Monate im Gastraum sowie im Flur des mehr als 700 Jahre alten Hauses im Ortskern von Immendingen. „Ich male vor allem als Ausgleich zu meiner Arbeit“, erklärt Elke Thimm, die in Tuttlingen eine Praxis hat und, wie sie sagt, Mitte der 1980er Jahre die Malerei für sich entdeckt hat. „Das Malen ist wie Sport für mich“, sagt Thimm, „man ist nach der Arbeit vielleicht erschöpft. Doch wenn ich dann male, geht es mir besser und ich fühle mich fit.“ Während Malstil, Material und Motive in Thimms Werken sich stark voneinander unterscheiden, haben die Bilder vor allem eines gemeinsam: Sie sind farbenfroh und fantasievoll. Ein idyllisch wirkendes altes Haus („Bauernhaus“) hängt gleich neben einem lauschigen Bistro- Tisch, der an Paris erinnert („Feierabend“). Aus getrockneten Blättern und kräftigem Grün entsteht eine poppige Collage. Thimm: „Die Ideen für meine Bilder kommen mir meistens ganz spontan.“ Das können Alltagssituationen oder auch einmal ein Blick in die Tageszeitung sein. Genuss, Kunst und Kultur vereint „Dass hier Kunstwerke ins Haus kommen, liegt für mich auf der Hand“, sagt Brennerhof-Chef Klaus Kiefer. Das Gasthaus, das mit seinen verzierten Gewölberäumen und der bunten Außenwand selbst irgendwie ein Kunstwerk ist, sei prädestiniert, Genuss, Kunst und Kultur zusammenzuführen. Und Chefin Brigitte Müllerschön-Mader ergänzt: „Es ist immer sehr interessant, die Reaktion unserer Besucher auf die Bilder zu beobachten. Jeder Gast interpretiert die Bilder auf seine Art.“

(Gränzbote)

  

Rudolf Köberl stellt im Brennerhof aus

Kunst und Kneipe - geht das zusammen? Sogar gut. Den histroischen Brennerhof in Immendingen nutzen die Wirtsleute Klaus Kiefer und Brigitte Müllerschön seit Jahr und Tag nicht nur, um ihre Gäste zu beköstigen und zu unterhalten, sondern auch als Ausstellungsraum für heimische Künstler. Neuerdings schmücken Aquarelle des Künstlers Rudolf Köberl das Interieur von Brennerhofs guter Stube.
"Wir haben - seit wir hier vor sechs Jahren angefangen haben - regionalen Künstlern in der Gaststube die Möglichkeit gegeben, ihre Werke auszustellen", sagt Klaus Kiefer. Waren es anfangs ausschließlich Immendinger Künstler und Maler, die Werke ausstellten, so ist nach dem Schneeball-Verfahren das Einzugsgebiet größer geworden. Aus Tuttlingen und Mühlheim waren auch schon Künstler im Brennerhof. "Es ist schön und abwechslungsreich, für uns vor allem für die Gäste, wenn das ganze Jahr über nicht die gleichen Bilder an den Wänden hängen", erklärt Kiefer. Und der Mühlheimer Künstler Rudolf Köberl, der gerade ein Aquarell von einem alten vor sich hin rostenden VW Käfer, aus dem bereits ein Baum gewachsen ist, aufhängt, fügt hinzu: "Kunst und eine gute Wirtschaft - das passt!"
Besonders die Stammgäste goutierten, dass es inm Brennerhof in regelmäßígen Abständen neue Kunstwerke zu bestaunen gibt. Für Kiefer, Müllerschön und Künstler hat die Symbiose aus Augen- und Gaumenschmaus Vorteile: Der Bekanntheitsgrad des Künstlers steigt und die Wirtschaft im historischen Gebäude an der Blumenstraße 22 aus dem Jahr 1322 mit seinen alten und schönen Lüftlmalereien spricht sich herum.
Der Trend vor allem beim jüngeren Publikum gehe zu Landschaftsbildern, verrät Kiefer. Und da hat der viel gereiste Künstler Köberl einige im Repertoire - ob aus der Toskana oder dem Donautal. Der Autodidakt gewann 1992 einen Tuttlinger Hobby-Malwettbewerb und gestaltete 2003 den Aquarellkalender der Kreissparkasse Tuttlingen

(Gränzbote)

  

Doris Lips stellt im Brennerhof aus

Kunst und Kultur gehören zum Gasthaus „Brennerhof“ wie das Salz zur Suppe. Derzeit sind es die Aquarelle der Möhringer Künstlerin Doris Lips, welche die Wirtshausbesucher zum „hingucken“ auffordern. Schon als Kind habe sie gerne gezeichnet, so die Künstlerin, nur mit dem Bleistift, nicht mit Farbe, und die Zeichnungen seien immer besser geworden. Als sie dann ihr erstes Hobby, das Reiten, mangels Pferd aufgeben musste, habe sie die Gelegenheit beim Schopf gepackt und einen Malkurs bei der Volks- hochschule belegt – mit Erfolg, wie anhand der Bilder zu sehen ist. Voll des Lobes erzählt Doris Lips von ihrer Kunstlehrerin Beate von Witzleben, deren Wochenkurse in Freiburg-Waldhof sie stets gerne besuche. Bei den international besuchten Kursen werde viel in der Natur gemalt. Die Aussage der Kunstlehrerin, dass ein Bild etwas Gebautes und Gewachsenes enthalten soll, hat sie zwar im Kopf – doch wenn der Blick auf ein Motiv durch etwas Unschönes getrübt ist, hat dies bei ihr auf dem Bild nichts zu suchen. Mit der Ausstellung im Brennerhof öffnet Lips mit den zwölf Werken das Fenster zum Blick in die Natur und die Umgebung. Auch ohne die Titel wie „Engen Altstadt“, „Dreifaltigkeitsberg“ oder „Weg im Donautal im Herbst“, dem zuletzt gemalten, kann der Betrachter das Bild erkennen und sich daran erfreuen. Auch neuen Stilrichtungen verschließt sich die Künstlerin nicht. So war bei der letzten Ausstellung in der Möhringer Radfahrerkirche ein Bild mit dem Titel „ Der Tänzer“ zu sehen

(Gränzbote)

  

Petra Weber stellt im Brennerhof aus

Der Brennerhof in Immendingen zeigt ab sofort eine neue Ausstellung: Petra Weber aus Tuttlingen zeigt dort ihre Werke. „Vor allem will ich mit meinen Bildern deutlich machen, dass der Mensch mit und durch Optimismus besser lebt“, sagt Weber. Weber malt seit sieben Jahren. Sie hat ihre Bilder bereits im Wurmlinger Hotel „Traube“ und in einer Praxis für Krankengymnastik gezeigt. Am Freitag begannen Brennerhof-Wirtin Brigitte Müllerschön und Petra Weber (von links) damit, die Bilder aufzuhängen. Gleichzeitig kündigte Müllerschön an, dass der Brennerhof einen „Original bayerischen Biergarten“ einrichten will: „Sobald das Wetter es zulässt, starten wir mit den Arbeiten.“

(Gränzbote)

  

Schülerkunst ziert Brennerhof



Im Immendinger Brennerhof findet derzeit eine Ausstellung mit Bildern von bislang unbekannten Künstlern statt. Die Hornenbergschule (Förderschule) Immendingen hat versucht, Ihren Schülern die klassische Malerei nahezubringen und sie zu ermuntern, einige Bilder nachzumalen.

Gerade durch Selbermalen verstehen die Kinder wie schwierig es ist und wie genial jemand sein muss, um solche Bilder zu entwerfen. Mit acht Bildern machten sich einige Schüler, beglietet von Schulleiter Klaus Diesmar und Jennifer Kunz, auf den Weg, um die Bilder im Brennerhof aufzuhängen. Dort sind sie in den nächsten Wochen zu sehen. Es sind Bilder die teilweise mit Pinsel, teilweise acuh mit anderen Maltechniken hergestellt wruden, die Kinder waren hier frei in der Auswahl. Die Originale stammen von Picasso, Klee, Klimt, Macke, da Vinci oder van Gogh. Wenige Tage vor dem Aufhängen der Bilder durch die Förderschule konnte im Brennerhof die Leiterin des Kindergartens, Elisabeth Kaupp, eine Spende von den Tuttlinger Mitgliedern des BNI, einem internationeln Netzwerk von Unternehmern, entgegennehmen. Klaus Kiefer vom Brennerhof hatte zur Besichtigung und Fahrtraining im Daimler-Forum eingeladen, die Teilnahmegebühr von 270 Euro wurde an den Kindergarten überreicht.

(Südkurier)

 

Michael Frick



Außergewöhnliche Kunstwerke sind ab sofort im Immendinger Gasthaus „Brennerhof“ zu bewundern: „Nachtwerke“ hat der Mühlheimer Hobbykünstler Michael Frick am Samstag aufgehängt. Seine Bilder sind allesamt nachts entstanden; blumige Farben sucht man bei Frick vergebens. Fricks Atelier ist eine einfache Werkstatt im Keller. Hier stehen die Staffelei, eine Werkbank, Farben und Materialien.
Durch die Kellerfenster bemerkt der Hobbykünstler, dass es Nacht ist, „aber manchmal vergesse ich das“. Hier fängt er die Schatten der Nacht ein und schließt auch schon mal künstlerisch mit ungeliebten Menschen ab. Effektvoll sind zwei quadratische Nachtwerke. Die Leinwand selbst ist schwarz angemalt und bildet nur den Untergrund für das eigentliche Kunstwerk: Zwei aufgeklebte Leinentücher, beschichtet mit Eisenpulver, Kupfer und Bronzelösung, die dann oxidieren. Extravagant sind vier kleine Rahmen, die auf ein schwarz-weiß bearbeitetes Brett montiert sind. Sie sind eng bestückt mit Wellpappe und Holz, alles ist metallbeschichtet und skurril oxidiert. „Ich will sehen, was passiert“, erklärt er die Faszination der Oxidation. Frick arbeitet auch mit Holzleisten, auf die er Zeitungsstücke klebt und überstreicht, mit Fundsachen aus dem Wald, mit Gips und Ton. Kleine, gebrannte Tonfiguren, an denen noch die Asche hängt, liegen in den Rahmen wie im einem Sarg. Das sind die einzigen Werke, die einen Namen tragen: „Pompeji“, benannt nach der Stadt, die nach dem Ausbruch des Vesuv unter einer zwölf Meter dicken Ascheschicht Gebäude und Menschen unter sich begraben und konserviert hat. Ein einziges „buntes“ Bild ist dabei. Rot und schwarz sind die große Leinwand und das kleine Christusbild in der Mitte übermalt. Der Vater einer Freundin von Michael Frick war zur Entstehungszeit des Bildes krank. Das Malen war Fricks Art, die Daumen zu drücken. „Das hat mich so beschäftigt, da musste ich rot malen – das musste einfach gut gehen.“ „Ich erinnere mich daran, dass ich als Kind Angst vor der Nacht gehabt habe – heute inspiriert sie mich“, erklärt der 40-Jährige. Ruhe und Konzentration bedeuten die dunklen Stunden für Frick, manchmal malt er die ganze Nacht durch. Mit schwarz und grau sind seine Werke jedoch nicht einfach nur düster, sondern er hat ein wenig vom Zauber der Nacht eingefangen. (Gränzbote / Valerie Gerards)

 

Simone Neubrand



Eine neue Ausstellung hat im Immendinger. Brennerhof" in der Blumenstraße 22 begonnen. Simone Neubrands Bilder schmücken seit
vergangenem Samstag die Wände in der Gaststube und im Flur des alten Hofs. Der Stil ist gemischt: Vier pastellige Bilder, grafische Motive,
zwei afrikanische und ein vietnamesisches Motiv gibt es zu sehen. "Ein Stil hat sich bei mir nicht gefestigt, ich probiere einfach gerne aus.
Neue Materialien wie Papier, Sand und Spachtelmasse bedeuten auch ein neues Motiv", erklärt Neubrand. Die 1965 geborene Tuttlingerin
malt seit ihrer Kindheit, zunächst hauptsächlich mit Wasserfarbe. Von 1991 bis 2001 lernte sie bei der Künstlerin Ursula Koch-Sanner Aquarellmalerei.
Die Farben sind ihr nach einiger Zeit etwas zu fade geworden und sie stieg auf Acrylmalerei um. Anhand von Büchern und durch Ausprobieren hat sie Maltechniken mit Acryl autodidaktisch gelernt. Die afrikanischen und vietnamesischen Figuren sind nach Urlauben entstanden. bei den pastelligen Bildern wollte
die Hobby-Künstlerin die Farben reduzieren, bei den "Federn" kam außerdem viel Spachtelmasse zum Einsatz. Bei zwei ihrer explosiven
'Bilder war sie in einer aufgewühlten Stimmung. "So etwas muss man in einem Zug malen." Ein Bild ist für die Künstlerin nicht fertig, wenn es
an der Wand hängt, sondern wenn jemand sein Urteil dazu abgegeben hat. Die Meinung des Betrachters ist ihr wichtig. "Das ist spannend: Das,
Bild wird oft ganz anders gedeutet, als ich es mir gedacht habe." (Gränzbote / Valerie Gerards)

 

Hans Boeck maltaus Leidenschaft



Privatleute, die Gemeinde oder Vereine kommen zu ihm,wenn eine Kulisse gemalt werden soll, oder auch an einemBilderrahmen etwas kaputtgegangen ist. „Alte Gipsfigurenzum Beispiel sind absolut nicht wertvoll, aber die Leutehängen daran, wenn die Großmutter die Figurschon hatte.“Boeck formt dann mit Gips nach, bessert Farben aus.Er malt seit seiner frühesten Jugend. „In derSchulzeit war Kunst meine Glanznote“, sagt der heute70-Jährige.Eine Lehrerin habe sein Talent erkannt, aber es sei damalsnach dem Krieg schwierig gewesen, Talent in einenBeruf umzusetzen. Die Lehrstelle als Dekorateur, die seinerNeigung am nächsten kam, hat Boeck abgesagt und stattdessenetwas „rechtes“ gelernt: Bis zu seiner ensionierungarbeitete er als Feinmechaniker. Immer weiter gemalt

Die Kunst hat er trotzdem nicht vergessen. Im Gegenteil:Nebenher hat er immer weiter gemalt und sogarKurse belegt, um sich zu verbessern. Über das Farbenkaufenhat Boeck den inzwischen verstorbenen Kunstmaler und RestaurateurWalter Kostanzer kennen gelernt. Kostanzer warmehr als ein guter Berater. „Als er hörte,dass ich auch schnitze, fragte er, ob ich die Ornamentein der katholischenHattinger Kirche schnitzen würde – ich habenatürlich ja gesagt.“ Kostanzer brachte demHobbykünstler nicht nur etliche Kniffe bei, Boeckhat dadurch auch den Geschmackam Restaurieren gefunden. Wie man beschädigte Ölgemäldeund alte Rahmen repariert, das hat Boeck vom alten Restauratorgelernt. „Dann wurde mir aufgetragen, das alteFriedhofskreuz und auch die Weihnachtskrippe in Hattingenzu restaurieren – alle Figuren“, schwärmtBock. Das Ölgemälde vom heiligen St. Nikolausin der Brunnenkapelle ist ebenfallssein Werk. Hattingens Pfarrer im Ruhestand, SiegfriedBliestle, hatte ihn darum gebeten, damit der Schutzpatronder Kapelle nicht in Vergessenheit gerät. „Seitherhabe ich einige Stilrichtungen ausprobiert; mal mit mehrund mal mit weniger Erfolg“, erklärt der Rentner,der von sich selbst sagt,modernes liege ihm nicht so. Die Ölmalerei war seineerste Technik. Eine Schmiererei, wie er findet, vor allemweil er damals noch kein Atelier hatte. Dafür seies aber einfach: Hat man sich vermalt, malt man einfacheinenächste Schicht darüber. „Je dicker dasBild also…“, schmunzelt Boeck. Auch Tusche,Kohle, Aquarell undKreide hat er ausprobiert. Kreide gefällt ihm ambesten. Damit könne man gut verwischen und schattieren.Realistische Motive malt Boeck am liebsten. Er sitzt gernin der Landschaftund skizziert, fotografiert, und malt dann zu Hause nachder Fotografie weiter. In seinem Hobby könne er regelrechtversinken, sagt er. Das Hobby soll jedoch ein Hobbybleiben. Lediglich für die Kosten des Materials nimmter einen Betrag, um nicht drauf zu zahlen. „WennLeute mir etwas zum restaurieren bringen und ich ihnendamit eine Freude machenkann, mache ich das gern“, sagt Hans Joachim Boeck.

Eine Bilderauswahl von Hans Joachim Boeck ist derzeitimImmendinger „Brennerhof“, Blumenstraße22, ausgestellt. Füretwa drei Monate können seine Werke hier bewundertund auch gekauft werden. (Gränzbote / Valerie Gerards)


Mundgemalte Akte und Landschaften
Lars Höllerer, Kunst mit dem Mund



Biografie Lars Höllerer:
Ich wurdeam 27.09.1969 in Überlingen geboren.
Durch einen Motorradunfall bin ich seit 1991 vom Hals abwärtsgelähmt.

Meine Bilder male ich mit dem Mund. In der Rehabilitationsklinikin Tübingen fing ich mit der Malerei an und vertieftediese in Eigenarbeit. Ab März 1997 besuchte ich diefreie Kunstakademie in Mühlhofen und absolviere dort8. Semester.

Im September 1999 bin ich als Stipendiant bei der Ver-einigungder Mund- und Fussmalenden Künstler
aufgenommen worden, wurde im März 2005 assoziiertesMitglied und bin seit März 2007 Vollmitglied.

Meine modernen bzw. abstrakten Bilder sind mit Ölfarbeauf Leinwand gemalt. Teilweise sind sie mit Tusche unterlegt.Den Landschaften bzw. Stilleben liegt die Technik von PaulCezanne bzw. der naiven Malerei zugrunde. Die Aktbildersind widerum in den verschiedensten Techniken gefertigt.